Lilly's Art

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Empireuhr „Reichtum und Fülle“

Empireuhr Reichtum und Fülle

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Wien, erstes Viertel 19. Jahrhundert

Gehäuse
Bronze guillochiert, matt und glänzend feuervergoldet, Gehäusetrommel rückseitig verglast, zwei Glasfenster seitlich, getragen von zwei Füllhörnern
Zifferblatt
Bronze guillochiert und feuervergoldet
Werk
Ankergang, Wiener 4/4-Schlag auf Tonfedern, Repetition, Schlagabstellung
Technik
Pendelstab in Stahl geschnitten
Höhe
44 cm

Diese wunderschöne Kommodenuhr ist ein Meisterwerk des Wiener Empire. Das ungewöhnlich fein guillochierte Bronzegehäuse ist in Matt­ und Glanzvergoldung ausgeführt. Auf einer querovalen Basis mit Kugelfüßen befinden sich zwei konische guillochierte Säulen, die elegant geschwungene Füllhörner tragen. Auf der Rückseite der Basis ist eine Lyra angebracht. Die ebenfalls guillochierte, teils verglaste Gehäusetrommel trägt eine fein gearbeitete Öllampe. Dieses, in den wichtigsten Sammlungen vertretene, Modell wurde in zwei Größen hergestellt. Die vorliegende rare große Ausführung besticht auch durch ihren erstklassigen Erhaltungszustand.

Das Füllhorn, dass hier so prominent in Szene gesetzt ist, wird auch als Horn der Amaltheia bezeichnet. Kronos, dem Vater des Zeus, war prophezeit worden, dass eines seiner Kinder ihn stürzen würde. Deshalb verschlang er alle Neugeborenen, die ihm seine Gattin Rhea schenkte. Nur ihr jüngstes Kind Zeus konnte diese bei Amaltheia verstecken. Die Nymphe verwandelte sich in eine Ziege, um den Säugling mit ihrer Milch zu nähren. Zusätzlich trank er Nektar und Ambrosia aus den Spitzen ihrer Hörner. Als Kronos die Höhle entdeckte, in der sich die beiden verbargen, konnte er nicht durch den schmalen Eingang hindurch. Er versuchte zumindest den Kopf hinein zu stecken, aber die Nymphe in Ziegengestalt rammte ihn mit ihren Hörnern. Dabei brach eines der beiden ab und wurde zum sagenumwobenen Füllhorn.

vgl.: Sammlung Sobek, Geymüller-Schlössl, Wien, Inv. Nr. 1528. F. Kaltenböck: Die Wiener Uhr, München 1988, S. 158, Abb. 325.

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