Lilly's Art

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Hirschenauer, Max

„Luis Trenker“ - Porträt von Max Hirschenauer

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1885 – Schärding – 1955

Titel
„Luis Trenker“
Technik
Mischtechnik
Maße
48,5×30,5 cm

Hirschenauer, 1885 in Schärding als Sohn der wohlhabenden Gastwirte Ferdinand und Creszenz Hirschenauer geboren, begann 1911 das Studium der Malerei an der Königlich Bayrischen Akademie der bildenden Künste bei Gabriel von Hackl (Lehrer von Albin Egger-Lienz) und Hugo Freiherr von Habermann (Gründungsmitglied der Münchner Secession). Nach dem Studien-Abschluss 1918 war er als freischaffender Künstler in München tätig, übersiedelte dann wieder nach Oberösterreich (wohnhaft in Schärding und Linz) und wurde Mitglied der Linzer Künstlervereinigung MAERZ und der Innviertler Künstlergilde. Über diese Künstlervereinigungen war er mit Alfred Kubin bekannt. Eine besonders enge Freundschaft verband ihn mit dem Linzer Maler Demeter Koko und dessen Frau Kamilla, von denen er (wie auch von Kubin) Porträts fertigte.
Hirschenauer nahm u. a. an der Ausstellung des Wiener Künstlerhauses von 1924 (neben Faistauer, Boeckl, Kokoschka und Walde) sowie an mehreren Ausstellung der Künstlergruppe MAERZ teil. 1956, ein Jahr nach dem Tod des Künstlers, fand die erste Gedächtnisausstellung in Schärding statt. Weitere sollten folgen. Hirschenauers Arbeiten waren außerdem in den Ausstellungen „Demeter Koko, Max Hirschenauer“ 1979 im Schlossmuseum Linz, „Spätimpressionismus in Oberösterreich“ 1990 im Ursulinenhof Linz und „Maler des Lichts“ 2010 im Kunstmuseum Artemons in Hellmonsödt bei Linz zu bewundern.

Im Werk Hirschenauers finden sich Einflüsse der Münchner Schule, der Schule von Barbizon sowie des österreichischen Stimmungsimpressionismus. Der Künstler selbst bezeichnete sich als realistischen Impressionisten. Neben der Landschafts- und Aktmalerei war das Porträt der wichtigste Schwerpunkt des Oeuvres. Die gut situierten Einwohner Schärdings und Linz ließen sich gern von Hirschenauer malen – z. B. der Linzer Bürgermeister Karl Sadleder oder Alfred Kubin. Der Preis eines solchen Bildnisses betrug etwa das Monatsgehalt eines Primararztes und zeugt von der hohen Wertschätzung, welche Max Hirschenauer bei seinen Zeitgenossen als erstklassiger Porträtist genoss.

Max Hirschenauer zählte zu den engsten Freunden Alfons Waldes in Kitzbühel. Die beiden Maler hatten sich 1917 während Waldes Stationierung in Schärding (Hirschenauers Geburtsstadt) kennengelernt. Hirschenauer besaß selbst ein Grundstück auf dem Hahnenkamm, für das Walde (welcher auch Architekt war) ein Haus entwarf – zum Bau kam es jedoch nicht. Stattdessen war Hirschenauer ein regelmäßiger und gern gesehener Gast bei Walde.
1932 malten die beiden Künstler gemeinsam das Bildnis des Leutnant Peter Scheider (Hirschenauer das Porträt/Walde den Hintergrund). Weitere Zeichen der engen Freundschaft sind die Porträts von Waldes Frau Lily Walde und seiner Tochter Guta Eva, die Hirschenauer schuf.
Da Walde das überragende Talent Hirschenauers für die Porträtkunst kannte, übertrug er ihm Aufträge des gehobenen Tiroler Bürgertums. So wird wohl auch das vorliegende vortreffliche Porträt Luis Trenkers entstanden sein. Aussehen und Frisur des berühmten Tiroler Schauspielers, Schriftstellers und Alpinisten entsprechen etwa der Zeit um 1928 (Autogrammkarte für „Der Kampf ums Matterhorn“, 1928, Nat.bib. Wien)
Das ausdrucksstarke Porträt Luis Trenkers mit der für Hirschenauer typischen raschen, sicheren Strichführung zeigt die große Kunstfertigkeit des oberösterreichischen Malers in dieser künstlerischen Gattung. Trenker blickt den Betrachter direkt, offen und selbstbewusst an. Der gesamte Fokus liegt auf dem detailliert herausgearbeiteten Gesicht. Das Werk ist auf das Wesentliche reduziert und gibt auf beeindruckende Weise die einzigartige Persönlichkeit und den starken Charakter eines Mannes wieder, der schon zeitlebens zur Legende wurde.

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