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Dotrel, Peter

Peter Dotrel Der Bruch

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1942 – Wien – 2013

Titel
„Der Bruch“
Zeit
1978
signiert
rechts unten: „Dotrel 78“
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
120×85 cm

Ein atmosphärischer, rauchiger Grund in Weiß-, Beige- und Schwarztönen, eine geometrische, fast kristalline Struktur, teilweise in dunklen Nebel gehüllt. Ein Stillleben, eine Landschaft, eine Stadtvedute oder nichts von alledem. Die geheimnisvollen Motive des Wiener Malers Peter Dotrel entstanden aus einer kompromisslosen Introspektion, formten sich in den Tiefen der Künstlerseele und wurden mithilfe seiner mysteriösen Bildsprache zu abstrahierten Symbolen destilliert. Dotrels Gemälde – obwohl meist mit figurativen oder gegenständlichen Elementen versehen – sind schwer greifbar und sollen es auch sein. Sie vermitteln vielmehr Emotionen und Stimmungen, die sich auf den Betrachter übertragen und dort etwas ganz Neues, Einzigartiges entstehen lassen.

Die Werkphase der 1970er Jahre zeichnet sich durch besonders phantastische Bildwelten aus, mit Portalen in andere Dimensionen, nicht näher definierten geometrischen und stereometrischen Formen oder stilllebenartigen Zitaten des französischen Surrealismus. Am Ende der Dekade verweisen aus dunklen Schwaden geformte Motive bereits auf die Stilphase der kommenden Jahrzehnte, in denen schattenhafte Figuren und ein rot-weißschwarzer Farbakkord dominieren werden.

Das künstlerische Universum Peter Dotrels lädt ein, es zu entdecken und darin zu versinken. Bereits vier Kunstbände zum Maler ermöglichen einen Überblick über das beeindruckende Lebenswerk eines der letzten Schüler des berühmten Herbert Boeckl und Absolvent der Meisterklasse Franz Elsners an der Akademie der bildenden Künste Wien.