Lilly's Art

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Kleine Laterndluhr

Kleine Laterndluhr

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Wien, erste Hälfte 19. Jahrhundert

Gehäuse
Mahagoni furniert und politiert, lineare Ahornintarsie
Zifferblatt
Email
Werk
Grahamgang, Gangdauer 1 Woche
Höhe
88 cm

Bei dieser kleinen Wanduhr handelt es sich um eine sogenannte Laterndluhr – eine Wiener Sonderform der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und gleichzeitig der Höhepunkt der österreichischen Uhrmacherei. Das elegante Gehäuse mit Mahagonifurnier und Ahornintarsie beherbergt ein Wochenwerk mit Grahamgang. Das Email-Zifferblatt ist von einer guillochierten und feuervergoldeten Lünette umfasst.

Der Uhrentypus der Laterndluhr entstand um 1800 als eigenständige Schöpfung in Wien und erlebte seine Blütezeit von circa 1800 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Die damalige Uhrenproduktion in Österreich konnte zu dieser Zeit als führend in Europa angesehen werden.

Erzherzogin Maria Theresia förderte das Gewerbe generell besonders in Wien. Ein wichtiger Impuls für das Uhrmachergewerbe erfolgte durch die Genfer Uhrmacherkolonie die in Wien durch Kaiser Joseph II. initiert 1780 gegründet wurde. Mit dem Piaristenkloster stellte er ihnen ein eigenes Gebäude für die Unterbringung der Arbeiter zur Verfügung und richtete die Werkstätte auf Staatskosten ein. Neben weiteren Zuwendungen, auch finanzieller Art, erhielten sie überdies zahlreiche Privilegien. Durch die arbeitsteilige und ökonomisch eingesetzte Technik beeinflusste die Genfer Uhrmacherkolonie das heimische Handwerk. In der Folge wurden hochwertige Werke mit guter Ganggenauigkeit gefertigt. Im Zusammenspiel mit den besten Kunsttischlern, Bronzearbeiter oder Ziseleuren entstanden Laterndluhren in handwerklich und technisch hervorragender Ausführung.

 

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