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Bilderuhr C. L. Hoffmeister „Ferdinandsbrücke in Wien“

Bilderuhr C. L. Hoffmeister Ferdinandsbrücke in Wien

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Wien, zweites Viertel 19. Jahrhundert

Gehäuse
Ochsenaugenrahmen blattvergoldet
Werk
Spindelgang, Wiener 4/4-Schlag auf Tonfedern, Repetition, Walzenspielwerk mit zwei Melodien und Selbstauslösung zur vollen Stunde, signiert „Rzebitschek in Prag, Nr. 1363 18229“
Technik
Öl auf Metall
Maße
66,5×92,6 cm

Diese museale Bilderuhr zeigt eine historische Ansicht der Ferdinandsbrücke (heute Schwedenbrücke) in Wien. Die Brücke erhielt ihren Namen zu Ehren des damaligen Kronprinzen Ferdinand. Das Erbauungsdatum 1819 ist auf dem Mittelpfeiler in römischen Zahlen festgehalten. Von C. L. Hoffmeister sind Uhrengemälde dieses Motivs bekannt und auch die Feinheit der Malerei beweist die Herkunft aus der Hand des begnadeten Wiener Bilderuhrmalers.

Die Ansicht war ein hochgeschätztes Motiv, da es die Wiener Innenstadt, das Leben am Fluss und vor allem Wiens Wahrzeichen, den „Steffl“, zeigt. Zur Linken erkennt man die Befestigungsmauern der Gonzaga-Bastei mit dem neuen Rotenturm-Tor (1662), durch das gerade der kaiserliche Hofwagen mit einem Gespann von sechs Schimmeln fährt. Das Müllersche Palais des exzentrischen Grafen Deym zieht mit seiner langen Kolonnade den Blick in die Tiefe. Dahinter ragt der hohe Südturm des Stephansdomes auf, in welchen das Zifferblatt integriert ist. Auch der Turm von Maria am Gestade und die Doppeltürme der Servitenkirche in der Rossau erheben sich über die Stadt. Am anderen Donaukanal-Ufer beeindruckt das noble Café Stierböck mit seiner zweigeschossigen, verglasten Terrasse (heute an dieser Stelle das Sofitel Vienna).

Die Figurenstaffage ist äußerst detailreich und vielfältig ausgeführt. Zu sehen sind die Bürger Wiens, vom Hochadel bis zum einfachen Volk unterschiedlichste Tätigkeiten ausübend. Vergnügungen wie Bootsausflüge, Spazierfahrten und der Austausch des neuesten Stadtgesprächs sind ebenso dargestellt wie die Arbeit der Waschfrauen, Flößer, Fischer und Lastenkutscher. Auch ein humoristisches Element – ein galanter Herr, der über ein Tau stolpert – lässt sich entdecken.