Lilly's Art

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„Lichtschirm in Form eines Segelboot-Einmasters“

Lichtschirm in Form eines Segelboot-Einmasters, Wien, erstes Viertel 19. Jahrhundert

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Wien, erstes Viertel 19. Jahrhundert

Holzkorpus mit Perlmutt belegt,
Bronze feuervergoldet,
zweiflammiger Leuchter aus
feuervergoldeter Bronze,
zwei Segel aus jeweils
einem Stück Perlmutt gearbeitet,
Miniatur-Malerei mit Blick
auf Wien von der „Spinnerin am Kreuz“,
originale feuervergoldete Dochtschere

Höhe 56 cm

Wien war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert neben Paris und London ein Zentrum für international äußerst gefragte Perlmuttarbeiten von höchster Qualität.

Dieses besondere Objekt in Form eines Segelschiffes zeigt die unglaubliche Kunstfertigkeit und das arbeitsteilige Zusammenspiel der ganz großen kunsthandwerklichen Meister wie Perlmuttarbeiter, Ziseleure, Tischler, Gürtler, Vergolder etc., die das Ganze zu einem perfekten Kunstgegenstand assemblierten.

In den Beschreibungen der Kunstgewerbemesse in Leipzig von 1830 wird ein Lichtschirm aus Perlmutt in Form eines Schiffes erwähnt. Dabei könnte es sich um das vorliegende Prunkstück handeln: „Aber noch in keinem Winter waren die Wiener Galanteriefabrikanten erfinderischer, die Großuhrmacher fleißiger, die Arbeiten in Perlmutter (der Perlenmuttergeschmack ist der herrschende) baroker, […] die schönsten, aber auch wieder die wohlfeilsten Uhren, Schildpatt- und Perlenmutterarbeiten der Wiener, […]. Neu fand man […] ein Schiff von Perlenmutter, dessen Segel einen kunstreich gemalten Lichtschirm bilden zu 36 Thalern […].“1 (Das Portal eines Jagdschlosses wurde im Jahr 1830 mit 34 Thalern veranschlagt.)

1 Allgemeine Zeitung vom 19.7.1830, München, Nr. 200, S. 362.

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