*1964 Wuhan
- Titel
- „self-identical“
- Zeit
- 2022
- signiert
- und datiert verso "Wang Xiaosong 2022"
- Technik
- Öl auf Leinwand
- Maße
- 110×125×25 cm
Wang Xiaosong, ist einer der international bekanntesten zeitgenössischen Künstler Chinas und nimmt eine Vermittlerrolle zwischen seinem Heimatland und dem Westen ein. Geboren 1964 in Wuhan, studierte von 1983 bis 1987 an der Central Academy of Art & Design Beijing. 1990 zog er nach Berlin und setzte sein Studium an der Hochschule der Künste fort. 1994 wurde er Mitglied des Künstlerverbandes Deutschland. 2003 kehrte Wang Xiaosong nach China zurück wo er zum Professor und Dekan der Fakultät für Design der Zhejiang-Universität in Hangzhou ernannt wurde. Seine Werke befinden sich u.a. im Chinesischen Nationalen Kunstmuseum, dem Ludwig Museum Koblenz und dem Wiener Künstlerhaus. 2011 nahm Wang Xiaosong an der 54. Biennale in Venedig teil und schuf dort einen Gegenpol zum offiziellen China-Pavillon.
Dem Werk „self-identical“ liegt ein komplexer Schaffensprozess zugrunde. Zuerst klebt Wang Xiaosong mehrere Leinwände mit Resinharz zusammen und bringt sie in dreidimensionale Form. Nach einer Trockenzeit von zehn Stunden ist das Harz ausgehärtet und das Bild hat seine finale Struktur erhalten. Abschließend erfolgt der Auftrag der Ölfarbe.
Der Bildträger, welcher am Beginn des Schaffensprozesses noch weich und formbar war, erzeugt durch die plastische Modellierung des Künstlers und den realistischen Verlauf der gemalten Streifen die Illusion von fortbestehender weicher Stofflichkeit. Das faltenreiche Relief der Draperie mit einer Tiefe von bis zu 25 cm sprengt die Grenzen des Bildraumes und leitet in den Bereich des Skulpturalen über.
