1951 Tragwein/Oberösterreich – 2003 Wien
- Titel
- ohne Titel (1975)
- Zeit
- 1975
- signiert
- links unten: „Mairwöger 75“
- Technik
- Öl auf Leinwand
- Maße
- 104,5×130 cm
Dieses Gemälde ist eines jener seltenen, von Sammlern besonders gesuchten großformatigen Werke aus Gottfried Mairwögers frühen Schaffensphase der 1970er Jahre. Umso mehr freut es uns, Ihnen mit diesem Bild eines der Hauptwerke dieser Periode präsentieren zu können.
1971 begann Gottfried Mairwöger das Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse Josef Mikl. 1972 übernahm Wolfgang Hollegha die Klasse und begleitete Mairwöger auf seinem Weg zur Farbfeldmalerei. Material, Farbauftrag und Grundierung des vorliegenden Werkes sind in derselben Technik ausgeführt, wie sie auch Hollegha praktizierte. Das Malerleinen ist mehrmals abgeschliffen und grundiert. Die verwendete Ölfarbe ist selbst angemischt und stark verdünnt; das Pigment hinterlässt sedimentartige Farbflächen, was dem Bild, zusammen mit dem Webmuster des Leinens, Textur und Tiefe verleiht. Im direkten Vergleich erkennt man bei Mairwöger jedoch eine Zurücknahme des schwungvoll gestischen Pinselstrichs zugunsten ausgewogen komponierter Farbfelder und einer daraus resultierenden nahezu meditativen Bildwirkung.
Das vorliegende Gemälde war Mittelpunkt von Mairwögers erster Einzelausstellung (1975, Wien). Von der Eröffnung ist eine Fotografie erhalten, auf der das Bild zu erkennen ist. Davor stehen sowohl der Künstler selbst, wie auch dessen bedeutender Förderer Fürst Karel Schwarzenberg. Das stimmungsvolle, atmosphärische Werk – ein Höhepunkt der österreichischen Farbfeldmalerei um 1975 – zählt außerdem zu jenen wenigen Arbeiten, welche Mairwöger auf der Vorderseite signiert und datiert hat.
