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Mairwöger, Gottfried

Gottfried Mairwöger o T aus der Winter in Lucca Werkphase

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1951 Tragwein/Oberösterreich – 2003 Wien

Titel
o.T. (aus der „Winter in Lucca“-Werkphase)
Zeit
1976
Technik
Öl auf Molino
Maße
113×154,5 cm

Im Winter 1975/76 zog sich Gottfried Mairwöger für mehrere Monate in ein altes Bauernhaus in dem nördlich von Lucca gelegenen Dorf Vecoli zurück. Dieser gebirgige und waldreiche Teil der Toskana, durchzogen vom Dunst des kühlen Morgens, inspirierte den Künstler zu einer Serie von Gemälden mit hellem Grund, auf welchem inselartige Farbfelder zu schweben scheinen. Die einzigartige Geometrie der über Jahrtausende geschaffenen Kulturlandschaft findet sich in diesen eindrucksvollen Werken wieder.

Mairwöger selbst betonte die große Bedeutung von Landschaftsstudien für sein abstraktes Schaffen. Sein Weg zur Abstraktion führte ihn über Naturmotive, mithilfe derer er das „Vokabular“ für seine späteren Arbeiten entwickelte und schließlich die Gegenständlichkeit hinter sich ließ.

Mairwögers Gemälde der Lucca-Werkphase zeigen deutlich den Einfluss seines berühmten Lehrers Wolfgang Hollegha. Im direkten Vergleich erkennt man bei Mairwöger jedoch eine Zurücknahme des schwungvoll gestischen Pinselstrichs zugunsten homogener, ausgewogen komponierter Farbfelder und einer daraus resultierenden nahezu meditativen Bildwirkung.

Heute gilt Gottfried Mairwöger als einer der bedeutendsten Vertreter der Farbfeldmalerei in Österreich. DasSchaffen des 2003 im Alter von nur 52 Jahren verstorbenen Künstlers wurde mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland (etwa in New York, Chicago, Paris, Berlin, München, Hamburg, Bern, etc.) gewürdigt. Seine Werke befinden sich u. a. im Boston Museum of Fine Arts, der Sammlung Estée Lauder New York, im Mumok, im Leopold Museum, in der Albertina u.v.m.