Lilly's Art

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Brandl, Herbert

Herbert Brandl ohne Titel 2009

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1959 Graz - 2025 Wien

Titel
o.T. (2009)
signiert
und datiert verso "Brandl 2009"
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
218×170 cm

ausgestellt:
„Herbert Brandl“ Personale, Deichtorhallen Hamburg, 25. April – 30. August 2009.
„Herbert Brandl“ Personale, Bank Austria Kunstforum Wien, 26. Jänner – 15. April 2012.

abgebildet in:
R. Fleck (Hrsg.): Herbert Brandl, Kat. Ausst. Deichtorhallen Hamburg, Hamburg 2009, S. 53.
I. Brugger/F. Steininger (Hrsg.): Herbert Brandl, Kat. Ausst. Bank Austria Kunstforum Wien, Wien 2012, S. 198.

Dieses beeindruckende Gemälde schuf Herbert Brandl, einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer österreichischer Malerei, im Jahr 2009 anlässlich einer umfassenden Personale in den Hamburger Deichtorhallen. Zwei Jahre nach der Gestaltung des Österreich-Pavillons auf der Biennale von Venedig 2007, war diese Ausstellung der nächste Höhepunkt in Brandls international erfolgreichen Karriere.

Brandl transformiert die zweidimensionale Leinwand mithilfe seiner atmosphärischen, vielschichtigen Malerei in einen stimmungsvollen Farbraum. Der gestische Pinselduktus mit rhythmisch-staccatohaftem Strich erzählt von der dynamischen Malweise des Künstlers. Herbert Brandl selbst beschrieb seinen Schaffensprozess als „intuitiv und ohne zu zögern. Und irgendwie habe ich wie in einer Performance gemalt.“

1959 in Graz geboren, studierte Brandl von 1978 bis 1983 an der Universität für Angewandte Künste Wien. In den 1980er Jahren zählte er zur progressiven Gruppe der „Neuen Wilden“. 1985 nahm er an der Biennale de Paris teil, 1989 an der Biennale Sao Paulo, 1992 an der documenta IX in Kassel und 2007 an der Biennale Venedig. Von 2004 bis 2019 war Brandl Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. 2025 wurde er mit dem Großen Österreichischen Staatspreis geehrt. Brandls Werke befinden sich heute u.a. in den Sammlungen des Centre Georges Pompidous Paris, des MMK Frankfurt, des Stedelijk Museum Gent, der Kunsthalle Bern sowie in den wichtigsten österreichischen Museen der Moderne.